Ringen – Ringer in der Brücke

LUDWIGSHAFEN. Um es sportart-gerecht auszudrücken: Die pfälzischen Ringer und damit auch die des AV 03 Speyer befinden sich in der Brücke, einer gefährlichen Lage, der oft eine Schulterniederlage folgt. Sie wissen noch nicht, wie es in den Klassen unterhalb der Bundesliga des Deutschen Ringer-Bundes und in der Deutschen Ringer-Liga weitergehen wird.

Der Grund: Der Ringerverband Pfalz und der Schwerathletikverband Rheinhessen haben sich vom Schwerathletik-Verband Rheinland getrennt. 19 pfälzische, 15 rheinländische und 13 rheinhessische Vereine  bildeten bisher die Arbeitsgemeinschaft Ringen  Rheinland-Pfalz. Diese ARGE verteilt die Fördergelder des Landes an Leistungsringer und koordiniert die Arbeit in den Landesleistungszentren.

Der Trennungsgrund sei „die Willkür rheinländischer Verbandsfunktionäre“ erklärt der pfälzische Verbandsvorsitzende Karl Kuntz aus Heltersberg. Die Tendenz gehe nunmehr dahin, mit Rheinhessen eine eigene Interessenvertretung zu gründen. Das soll bei einer Mitgliederversammlung Ende Juni 2018 der Fall sein.

Vorgesehen ist eine Rhein-Pfalz-Liga ohne Rheinland. Ob sie eine Klasse haben wird oder mehr ist noch nicht klar. Der Rheinland-Verein WKG Metternich/Rübenach/Boden ist ebenso nicht mehr dabei wie die rheinhessischen Klubs RE Büdesheim und SV Alemannia Nackenheim II, die sich dem Rheinland-Verband anschlossen. KSV Worms stellt vorläufig keine Mannschaft mehr. Unabhängig von all dem: Die Nachwuchsmannschaft des AV 03 Speyer und des VfK Schifferstadt sollen weiterhin in der nordbadischen Schülerliga ringen. /wk