Vereinschronik

1903 – 1907 Die Gründung unseres Vereins

Um die Jahrhundertwende bestand in Speyer der Schwerathletikverein „ Germania“. In unseren Verein lief nicht alles so, wie es naturgemäß bei Sportlern sein müsste. Daher entschlossen sich 21 junge Mitglieder am 25. März 1903 einen Verein zu gründen, in dem der sportliche Gedanke an erster Stelle steht. Sie gründeten im lokal „ Franck“ den Athletenclub „ Deutsche Eiche“. Die Gründungsmitglieder waren Georg Vogler, Joakob Ochsner, Johann Babtist Franck, Heinrich Klehr,Josef Grießhaber, Ludwig Reinberg, Heinrich Türk,Friedrich Winkler, Max Holdermann, Jakob Claus,Georg Gaßner, Karl Gündele , Franz Schreiber, Konrad Amann, August Hauenstein, August Klais,Michael Lehr , Ludwig Roth, Valentin Krauth, Franz Bartel und Richard Vogler. Unter dem 1. Vorsitzenden Georg Vogler entwickelte sich im selben Jahr der Verein verhältnismäßig stark. Viele Schwierigkeiten waren in diesen Anfangszeiten zu überbrücken. Anfeindungen mussten in Kauf genommen werden. Die idealistische Entwicklung schritt zwar rasch fort, aber die materielle konnte nicht Schritt halten. Kurzum, es gehörte viel Mut und Tatkraft dazu, den einmal begonnen Weg weiterzuführen, für alle, die in diesen ersten vier Jahren mitgewirkt haben. Wir können die Namen gar nicht alle nennen, welche die Grundlage für den Verein geschaffen haben, auf der gebaut wurde, so wie es heute steht. Daneben wurden schon in diesen Anfangsjahren zahlreiche Preise im Gewichtheben und Ringen errungen und die „ Deutsche Eiche“ war in der ganzen Umgebung bestens bekannt und beliebt.

1907 -1914 Trotz Krise durch Trennung keine sportliche Einbuße

Wie immer bei straken Entwicklungen führte das Jahr 1907 auch bei uns zu einer Krise. Einige Mitglieder spalteten sich ab und gründeten den Athletenverein „ Spartania“. Doch die Masse und vor allem die guten Kräfte blieben bei uns stark im Vordergrund. In dieser Zeit, das genaue Datum kann nicht festgestellt werden, versank die „ Spartania“ wieder. Die erfreuliche Entwicklung nach 1907 ist vor allem unserem langjährigen verdienten Sportfunktionär Otto Friedrich zu verdanken, der als 2. Übungsleiter und Jugendleiter laufend aktiv war. Er hatte zeitweise rund 50 Jugendliche zu betreuen. Als besonders gute Aktive sind für diesen Zeitraum zu nennen: Konrad Weiler, Georg Brech, Willi Ochse u.v.m. Außerdem wurde im Jahr 1911 eine Fußballabteilung gegründet, die in der Nachfolgezeit strak hervor trat. Von der seinerzeitlichen Mannschaft sind besonders zu nennen: Carl Dupre, Otto Scherer, Karl Feiniler, Johann Störz, Paul Spindler, Heinrich Hellmann und Karl Brech. Im gleichen Jahr wurde auch das Pfeifer- Trommlerchor gegründet, das unter anderen zahlreichen Veranstaltungen Rahmen gab. Hier sind vor allem Adam Lang und Andreas Schellenberger zu nennen. Dieser durch zähen Aufbau und Ausbau des Vereins erfreulichen Entwicklung auf allen Sektoren setzte der erste Weltkrieg 1914 – 1918 ein jähes Ende. Die letzte Versammlung, die am 8. August 1914 stattfand, weist noch den Beschluss auf, dass aus der Vereinskasse an alle Frauen von Mitgliedern, die im Felde sind, 5 Reichsmark an Unterstützung zu zahlen ist. 35 Mitglieder unseres Vereins kamen nicht mehr aus dem Krieg zurück nach Hause.

1919 – 1933 Wiederaufbau nach dem 1. Weltkrieg

Die erste Versammlung am 1.12.1918 befasste sich gleich wieder mit der weiteren Vereinsarbeit. Größter Wert wurde von vornherein auf die sportliche Arbeit gelegt. Alle aus dem Krieg heimgekehrten früheren Mitglieder mit einer stattlichen Zahl junger neuer Mitglieder machten sich an die Arbeit und schon in den ersten drei Jahren konnte der Verein wieder auf stolze Erfolge zurückblicken. Trotzdem lastete die seinerzeit allgemein schlechte Zeit auch auf unseren Verein wie ein Alptraum und in vielen Sitzungen und Versammlungen wurden Wege gesucht, wie das Vereinsleben auf allen Sektoren aktiver gestaltet werden könnte, vor allem, wie es besser gemacht werden könnte. 1919 zählte der Verein schon 250 Mitglieder, die Zahl wuchs ständig. Im Jahre 1925 und 1926 wurde darüber eifrig diskutiert und am 18.Juni 1927 in der Generalversammlung der Bau des Vereinsheims beschlossen. Dieses Vereinsheim, unser heutiges Athletenheim, wurde dann in idealistischer Gemeinschaftsarbeit, mit viel Mühe und Schweiß und unzähligen Verhandlungen mit den Behörden in den Jahren 1927 und 1929 vorhanden , dann fehlten sie bis zu Wiedergründung 1948. Aus den Aufzeichnungen , die als Nachtrag jetzt hinzugefügt wurden, 1930 sich die Boxabteilung zum Teil abspaltete , ohne aber eine sportliche Einbuße zu bringen, weitere Erfolge über die regionale Basis hinaus errungen werden konnten und der Verein einen schönen Aufstieg zu verzeichnen gehabt hätte, wenn nicht die nachfolgende behandelte Zeit gekommen wäre.

1933 – 1945 Das Verbot des Vereins

Die allgemeinen Maßnahmen der Hitlerregierung führten auch am 5. März 1933 zum Verbot unseres Vereins. Unser heim wurde beschlagnahmt, unser Vermögen geraubt, das Heim Formationen der NSDAP zur Verfügung gestellt , Mitglieder und Funktionäre unseres Vereins verhaftet , verhört und bedroht , kurzum all die Mühen von 1903-1933 , ein 30-jähriger Aufbau, schienen umsonst. Was bliebe, war bei allen die Hoffnung, dass auch dieses System einmal Schiffbruch erleide und uns wieder die Möglichkeit der Bestätigung gab. Unsere Sportler, die unter allen Umständen dem Sport dienen wollten, schlossen sich verschiedenen Vereinen an, wir trafen ins illegal an verschiedenen Plätzen und mussten mit schmerzendem herzen zusehen, wie unser Heim und unser Sportplatz vernachlässigt und zu allen sportlichen Zwecken benutzt wurde. In diesen 12 Jahren der Untätigkeit wurde uns allen so recht klar, wie sehr wir an unserem Verein hängen, man getrachtete das selbst mit aufgebaute als ein Stück von sich selbst und hatte schwere Stunden durchzustehen. Trotzdem gaben wir die Hoffnung nicht auf , redeten in diesen Jahren von Auf-und Ausbau nach dieser Zeit , schmiedeten Pläne usw. und gingen gleich nach dem zweiten Krieg , der wieder Lücken in unsere Reihen riss, an die Arbeit.

1945 – 1953 Enttäuschung bis zur Wiedergründung

Unser Heim war eine Art „ Rumpelkammer“ und zur Hälfte Wohnungen unter Regie der Stadt Speyer. Der Wiedergründung unseres Vereins standen die einschlägigen Bestimmungen der Besatzungsbehörde gegenüber. Unseren früheren „ Freier Athletenclub 1903“ durften wir nicht mehr annehmen, wir mussten den mühseligen Weg der Bürokratie beschreiten, Formulare, Anträge und Fragebögen ausfüllen , hatten eine Reihe von Gesprächen und Rückfragen zu führen, um einmal den Verein wieder zu Gründen und zum Anderen unser Vereinsheim zurückzuerhalten. Von den Franzosen waren alle „Kampfsport“ - vereine verboten, die Schwerathletik allgemein noch nicht zugelassen und auf diesem Gebiet wurde sowohl in der französisch besetzten Zone wie auch örtlich ein Kampf geführt. Es stellte sich eine Frage , ob man Menschen, die stets dem Frieden dienten und die 12 Jahre leiden mussten, wegen diesen vagen Gründen noch weiter zu leiden lassen will. Auf der anderen Seite sah sich angesichts der Wohnungsnot die Stadt außerstande, unser Heim freizugeben. Wir wollen heute nicht mehr schildern, wie alles verlief, wir wollen nur so viel sagen, dass sich oftmals unschöne Szenen abspielten und wir als Eigentümer und sportlich international interessierter Vertreter wie als Bettler da standen. Es ist alles vorbei, wir wünschen nicht, dass eine solche Zeit wieder kommt, denn im Jahre 1948 begann unser Vereinsleben wieder. 1948 – 1953 Im März 1948 war es dann soweit, dass die Schwerathletik wieder genehmigt wurde und wir unseren Verein, anfänglich noch als Abteilung des TSV, gründen konnten. Am Anfang „hausten“ wir in unserem Saal und erst 1949 konnten wir unser ganzes Vereinsheim wieder benutzen.Hier sei der Sadtfür ihre Hilfebei der Herrichtung Dank gesagt.Im gleichen Jahre erfolgte auch die Selbständigmachung unseres vereins und das Ausscheiden als Abteilung aus dem TSV. Vom ersten Tage unserer Wiedergründung an war das ziel aller Veieinsfunktionäre und Sportler , an früheren Traditionen anzuknüpfen und die der jetzigen Generationja bekannten Leistungen, besonders der Boxer und Gewichtheber , beweisen, dass wir dazu auf dem besten Wege sind. Die Ringer werden mit der zeit auch auf diesen Stand kommen.Die Minderzahl hat sich ebenfalls erfreulich entwickelt,wir sind wieder weit über 200 Mitglieder, davon rund 65 Aktive, ohne unsere Jugend, Zahlen also die sich sehen lassen können. Das 50-jährige Vereinsjubiläum wurde damals geplant und durchgeführt. Es war wohl seinerzeit eines der eindruckvollsten Ereignisse. Das Feszbankett war gut gelungen, die Ehrengäste fühlten sich selten so wohl wie an diesem Tag. Man sah , dass es beim AV 03 Speyer wieder bergauf ging. Dies bewiesen im Jubiläumsjahr die Sportveranstaltungen und auch die Zeit, die von 1953- 1978 unser Vereinsleben prägte.

1953 -1978

Nach dem 50-jährigen Bestehen bis zum 75-jährigen Jubiläumstag ging der verein schweren und hektischen Zeiten entgegen. Der wirtschaftliche Aufschwung und der angestrebte Wohlstand machte grade den Vereinen am meisten zu schaffen, denn der Idealismus verflachte. Das private Gewinnstreben stand im Vordergrund. Richard Ableiter rief beim 50- jährigen Jubiläum die Mitglieder dazu auf, den ursprünglichen Aschwur zu verwirklichen: „Der Verein möge gedeihen und wachsen!“ er trug wesentlich dazu bei, das der Verein heute wieder seinen Platz in der Gesellschaft hat. Er zeichnete gehegten Wunsch, sanitäre Anlagen im Vereinsheim zu installieren. Hier stand die gesamte Vortandschaft mit ihrer Arbeit zur Seite. Trotz aufwendiger Unterhaltungsarbeiten mussten wir zusehen, wie unser Anwesen dahinalterte . Deshalb entschlossen wir uns 1973 eine Generalüberholung durchzuführen: Eine neue Heizungsanlage wurde eingebaut, der alte Fussboden im Saal wurde entfernt und Styroporbeton verlegt, mit Anhydrit- Estrich überzogen und PVC- belag aufgebracht. Die Wände wurden bis zur decke mit Holz verkleidet und so der gesamte Innenausbau auf den modernsten Stand gebracht. Die Bäume vor dem Vereinsheim wurden gefällt , damit man einen asphaltierten Parkplatz anlegen konnte.der vergilbte ausenputz wurde mit einem Dispersionsanstrich versehen. Nach Abschluss aller Arbeiten hatten wir wieder ein schmuckes Heim. Der sportliche Betrieb ging ständig bergauf. Die Ringer hatten nun Erfole zu verzeichnen, die man ihnen damals beim 50. Jubiläum wünschte und zutraute. Die Gewichtheber drangen bis zur deutschen Spitzenklasse vor und erkämpftensich die Bundesliga, in der sie 2 Jahre starteten. Die Boxabteilung, bereits mehrmals in 75 Jahren ein Unruheherd, spaltete sich 1968 erneut vom Verein ab. Trotz aller Angebote, die man an unsere Sportler herantrug, wurde die schwierige Aufgabe gemeistert , eine neue Staffel aufzubauen und hier sei den unermüdlichen Funktioären und Helfern ein Dank gesagt , denn ihre Mühen haben sich gelohnt. Ein voller Erfolg wurde auch die Gymnastikabteilung für Frauen. Nahezu 50 ständige Mitgliede gehören heute zu dieser Abterilung.1976/77 wurde eine Karateabteilung ins Leben gerufen. Derem Mitgliederzahl wuchs rasch auf über 70 an und somit ist der verein mit einer Zahl von 362 Mitgliedern eineer der größten in Speyer. Nun gilt es, jetzt und in der Zukunft ,das Errungeneund Erarbeitete zu erhalten und auszubauen. Nach dieser kurzen Betrachtung unserer Vereinsgeschichte wollen wir abschließen und die Zeit bis zum 90. Jubiläum nutzen, um den Verein weiterhin zu erhalten, wobei uns alle freunde und Gönner neben den Mitgliedern behilflich sein mögen.

1978 -1993

Die feier zum 75. Jährigem Jubiläum war eine Werbung für den AV03. Prominente Gäste gaben dem Verein und den Verantwortlichen die Ehre durch ihre Anwesenheit. Man suchte von nun an neue Wege , die das müde zu werdende vereinsleben auffrischen sollten. So kam es bei gesprächen mit dem damaligen 1. Vorsitzenden des 1. Speyerer Kegelclubs ( 1. SKC) Karl Hofen zu gesprächen über die Überlassung eines Geländes , damit der Kegelclub sich dort eine Kegelanlage bauen könnte. Der erste Vorsitzende unseres Vereins ; Friedel Hinderberger , sah hier eine Chance, eine eigene Anlage zu errichten und bot dem 1.SKC an , sich unserem verein anzuschließen. Die Verhandlungen dauerten nicht lange, auf der Jahreshauptversammlung 1979 wurde durch die Mitglieder der beschluss gefasst, die Anlage für unseren Verein zu errichten und am 10.07.1981 wurde mit einem großen fest die neue 4- zügige Kegelsportanlage eingeweiht. Gleichzeitig wurde die Gaststätte umgebaut und zwischen Gaststätte und der Kegelbahnanlage ein Zwischenbau mit Nebenzimmer erstellt. Die Hausmeisterwohnung wurde auf ca. 100 m² erweitert und an die Heizungsanlage angeschlossen. All diese Leistungen wurden bis auf technischen Teil in Eigenleistung erstellt. Hierbei sind besonders drei Namen zu nennen: Karl Hofen, Adolf halling und unser heutiger Ehrenvorsitzender Friedel Hinderberger. Sie kamen jeder auf über 500 Arbeitsstunden. Was dies damals bedeutete, kann nur der versthen, der diese Zeit miterlebt hat. Hier wurde mit vielen Mitarbeitern echte Pionierarbeit geleistet. Alle Helfer sind namentlich auf einer Ehrentafel verewigt. Durch diese Neubauerweiterung und Renovierung besitzt der AV 03 eine der schönsten vereineigenen Sportanlagen in Speyer. Die baukosten beliefen sich auf über eine Millionen DM. Durch Zuschüsse der Bezirksregierung in Neustadt und der stadt Speyer sowie durch enorme Eigenleistungen, verblieben dem Verein letzlich Darlehen in der Höhe von 350.000 DM, die durch Einahmen der Benutzungsgebühr abgedeckt sind. Der Aufschwung blieb nicht aus, so zählte der Verein über 700 Mitglieder und er ist somit der mitgliedstärkste der Stadt Speyer Sportliche Erfolge gab es seit dem 75. Jubiläum sehr viele , die in den einzelnen Abteilungsberichten niedergeschrieben sind. Erwähnenswert sind jedoch die Großveranstaltungen wie die Durchführung der deutschen Meisterschaft imnGewichtheben in der Altersklasse 1-5 im Jahre 1989 und Deutschen Meisterschaften im Bankdrücken 1989. Der Höhepunkt der nationalen Veranstaltungen war die Durchführung der Deutschen Meisterschaft im Ringen der Aktiven, die der Deutsche Ringer Bund anlässlich der 2000 Jahrfeier der Stadt Speyer, trotz grösster Konkurrenz dem AV 03 übertragen hatte. Der Vfk Schifferstadt hatte diese Veranstaltung mit großem Fachwissen ünterstützt. Die Boxer nahmen an Ligakämpfen teil, was eine sehr gute Werbungfür den Boxsport war. Leider ließ es sich nicht vermeideten das sich die Karateabteilung 1990 vom Verein abspaltete und einen eigenen Verein gründete. Auch wenn die Zeiten der Vereine immer schwere werden, die Bereitschaft ein Ehrenamt zu übernehmen immer seltener wird, dürfen wir es nicht aufgeben das Errungene zu erhalten und zu vermehren.

1993 -2003

Die Zeit vom 90.Vereinsjubiläum bis heute war genau wie in den Jahren zuvor kein Stillstand.Der Sport entwickelte sich weiter, der Verein wuchs und gedeihte. Die Gewichtheber stiegen in die zweite Bundesliga auf. Der Trainingsraum der Gewichtheber reite nicht mehr aus und musste erweitert werden. In einer Sofortmaßnahme wurde der Raum um 100% erweitert und ein Allzweckraum von 30m² hinzugebaut. Diese Baumaßnahmewar wiederum nur möglich , weil sie im Eigenbau erstellt wurde. Es ist der größte Konditionsraum in Vereinseigentum in Rheinland-Pfalz. Das gesellschaftliche Leben im Verein wurde ,auch Dank unserer Wirtin, immer stärker. Die Forderung eines weitern Gastraums, ein nebenzimmer, wurde immer lauter. So Entschloss man sich 2001 einen weiteren Anbau zu erstellen. Leider konnten wir hierfür keine Zuschüsse erhalten, da der Raum überwiegend für die Gastronomie benutzt wird. Nachdem der Neubau im Sommer 2002 eingeweiht wurde, nahm das gesellschaftliche Leben sehr zu, so dass sich die Inverstitionen vom ersten Tag an gelohnt haben. Viele Vereine nutzen die neue Halle , es vergeht fast kein Wochenende, wo der Raum nicht belegt ist.Auch hier waren neben vielen Helfern die Senioren Halling Adolf, Sans Helmut, Friedel und Hans-Jürgen Hinderberger, die Motoren des Neubaus. Im gleichen Jahr , wurde die Kegelbahnanlage generalüberholt. Trotz sehr guter Pflege, die ausschliesslich von den Sportkeglern durchgeführt wird, musste die Anlage auf den Stand der Technik erneuert werden.Diese Maßnahme wurde durch den Sportbund und Mitteln der Stadt durchgeführt und kostete immerhin 85.000 DM. Es ist abzusehen, dass eine weitere Baumaßnahme folgt.Für die Ringerabteilung muss unbedingt eine Trainigshalle erstellt werden. Es unzumutbar , das die Kleinkinder die Hälfte der Trainigszeit mit dem Aufbau und Abbau der Matte verbringen.Wenn alles optimal läuft ,wird eine Halle 2004 gebaut. Mit den Neubaumaßnahmen sind wir dann am Ende angelangt. Nun gilt es das Erschaffene zu erhalten. Dies wird sehr schwierig sein , aber machbar, solange es Personen gibt , wie der erste Vorsitzende Hans-Jürgen Hinderberger, der in unermüdlichem Einsatz und mit großem Erfolg versucht, die Vereinsanlage zu erhalten. Es sind für die nächsten Jahrzehnte die Vorraussetzungen geschaffen, sportlich wie auch finaziell , die Vereinslage zu erhalten, greifen wir gemeinsam zu und tragen den Verein in das nächste Jahrhundert. Ich wünsche mir und dem Verein, dass dies auch gelingt.

2003 -2013

Nun ist es soweit , der Athletenverein feiert sein 110. Bestehen. 110 Jahre sind vergangen, und wenn man zurückblickt, waren es keine einfachen Jahre. Aber Jahre, bei denen es sich lohnt zurückzuschauen. War doch mein erstes Erlebis im Verein, das 50.Vereinsjubiläum. Als damals 13jähriger durfte ich die noch lebenden Gründungsmitglieder kennen lernen. So auch Mitglieder , die für immer wieder zu nennen sind : wie Otto Frierich, Anton Kamp, Jakob Rausch, Heinrich Weiler , Kark Kern,Adam Lang und die damaligen Funktionäre wie Karl u. Ludwig Feiniler, Richard Ableiter, Jakob Huser, Wilhelm Löffler , Philipp Linn, Fritz Jann , Jean Brendel, Georg Habermehl, Ludwig Schreiber, August Scherer , Willi Osche`, Adam Hauck und einige mehr. Waren es doch grade die Personen, die den Verein mit iherer ständigen Anwesenheit mit Leben füllten.da auch meine Eltern in ihrer wenigen Freizeit sehr oft die Gaststätte besuchten, ja sogar längere Zeit führten, bekam ich als interessierter Jugendlicher viele ernste , aber auch spassige Geschichten und Anekdoten des Vereins mit. So war es bei den „ Alten“ immer wieder die vereinseigene Anlage ein Thema. Heute ist mir klar, dasses es grade das Eigentum war , das die Athleten zusammen schweißte. War doch das Athletenheim sehr oft Treffpunkt vieler Veranstaltungen und Gemeinsamkeiten. Es wurde Theater gespielt , Varietes veranstaltet, Tanzveranstaltungen durchgeführt, eine Selbstverständlichkeit waren Sportveranstaltungen. Die sportlichen Erfolge blieben nicht aus , so gibt es in Speyer keinen Verein , der soviel Deutsche Meister hervorbrachte wie unser Verein.Heute glaub ich daran, dass die vielseitige Anlage dazu beträgt , die Leistung zu erbringen. Was das gesellschaftliche Leben im Verein angeht , hat sich vieles geändert. Durch den Wohlstand , das Fernsehen und die daraus resultierende Lebensgewohnheiten war das Vereinsleben nicht mehr gefragt. Auch hier hat der Verein gehandelt. So wurde Anfag der 70ger Jahre der Saal neu gestaltet.Anfang der 80ger wurde der 1. Speyerer Kegelclub in den Verein aufgenommen und eine vierzügige Kegelbahn gebaut. Die Gaststätte wurde zu einer der schönsten Vereinsgaststätten weit und breit umgestaltet. Sportlich mussten wir uns den Gegebenheiten anpassen.der Kraftraum wurde in mehreren Bauabschnitten zu einem der größten vereinseigenen in Rheinland- Pfalz ausgebaut. Für die gasststätte war erfordelich ,einen weiteren Gastraum neu zu bauen. Hier finden gemütlich 120 Personen Platz. Ich denke der Verein AV 1903 Speyer ist auf dem richtigen Weg und gerüstet für das nächste Jahrhundert.Packen wir es an , die Richtum stimmt !
Zusammengestellt von Friedel Hinderberger