AV 03 Speyer – AV 03 für Anbau an Osthalle

Schulsportlich genutzter Kraftraum bei Bedarf für Heber-Großveranstaltungen

SPEYER. Das Geschick des AV 03 Speyer, seine Gewichtheber-Mannschaften in der 1. und 2. Bundesliga an der Spitze zu etablieren und bisher vier deutsche Titel zu holen, bringt dem Verein Schwierigkeiten ein. Denn der Verein hat keine Möglichkeit mehr, Großveranstaltungen wie zuletzt die Endkämpfe 2011 und 2017 um die nationale Mannschaftsmeisterschaft auf eigenem Gelände in einem 1000 Zuschauer fassenden Großzelt auszurichten“ (Die Rheinpfalz“ am 15. März 2018).

Dagegen sprechen die Ausgaben von rund 8000 Euro für das verleihende, auf- und abbauende Zeltunternehmen sowie die Schwierigkeit, für die jeweils dreitägige Organisation genügend ehrenamtliche Helfer zu gewinnen. Zudem wird ein Großzelt für derartige Veranstaltungen wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr genehmigt.

In der Hoffnung, dass die Stadtverwaltung für künftige Gewichtheber-Großereignisse die Halle der Integrierten Gesamtschule (Osthalle) freigibt, schlägt der AV 03 Speyer dem darüber entscheidenden Stadtrat einen Anbau vor. Laut Ehrenvorsitzendem Friedel Hinderberger und Vorsitzendem Jörg Schanninger soll „unser Vorschlag in erster Linie dem Schulsport zugutekommen und nur bei Großereignissen auch dem Athletenverein“.

Die Kosten belaufen sich laut Hinderberger und Schanninger auf etwa 350.000 Euro. Da der Anbau hauptsächlich von der Schule genutzt werden soll, „geht der Athletenverein davon aus, dass der Finanzaufwand der Stadt vom Land bezuschusst wird. Die Planunterlagen liegen der Stadt vor, “.

Der von Architekt Klaus Seither konzipierte Plan sieht einen etwa 25 Meter langen und zehn Meter breiten flachen Anbau südlich der Osthalle vor. Dort untergebracht werden der fürs Gewichtheben unabdingbare Warmmachraum mit sechs Heberpritschen, bei einem Dreierfinale je zwei für jede Mannschaft. In der Osthalle selbst gibt es keinen Raum, der für diesen Zweck geeignet ist. Heberpritschen werden auch für das Langhanteltraining zur athtletischen Grundausbildung im Schulsport benötigt.

Der Ansicht der Stadtverwaltung, wegen des Bodenbelags sei in der Osthalle kein Gewichthebersport  möglich, widersprechen Hinderberger und Schanninger. Eine stabilisierende Heberbühne, wie sie der AV benutzte, federe von den Athleten nach dem Reißen und Stoßen abgesetzten Hanteln sehr gut ab, der darunterliegende Boden werde auf keinen Fall beschädigt. Ein Beispiel dafür sei die Halle des Haßlocher TSG-Sportzentrums. - wk