Boxen – Ziel: Für Italien in den Ring

Noemi Lo Curto vom AV 03 und ihr ungewöhnlicher Weg – Training im Athletenheim

SPEYER. Die Speyererin Noemi Lo Curto will ihren ungewöhnlichen Weg in Sachen Boxsport konsequent fortsetzen. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ erklärte die 22-Jährige deutsche und italienische Staatsbürgerin, sie hoffe, sich über den Verein Constantino Boxe Ferrara in der Frauen-Nationalaufgebot des italienischen Verbandes, der Federazione Pugilistica Italiana, etablieren zu können.

„Ob ich bei der italienischen Meisterschaft und bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio eingesetzt werde, kann ich nicht einschätzen. Mir wurde aber versichert, dass der italienische Verband ein Auge auf mich haben haben wird“. Wie berichtet, trug sie bei Turnieren in Italien drei Kämpfe in der Fliegengewichtsklasse bis 51 kg aus, von denen sie zwei gewann.

Darauf vorbereitet hatte sie sich beim AV 03 Speyer, für den sie seit ihrem achten Lebensjahr die Boxhandschuhe anzieht und für den sie weiterhin starten kann. Mindestens dreimal in der Woche trainiert sie unter der Anleitung von Cheftrainer Robert Schander im Athletenheim. Für ihren Auftritt beim fünften Christian-Regenauer-Gedächtnisturnier am Samstag, 17. Februar (19 Uhr), hofft der AV eine Gegnerin finden zu können.

Noemi Lo Curt, medizinische Fachangestellte der Speyerer Chirurgie-Praxis des Dr. Thomas Quicker, hatte ihren vom Deutschen Boxsport-Verband und seinem Südwest-Landesverband genehmigten Wechsel damit begründet, bei ihrem sportlichen Vorhaben vom italienischen Verband besser unterstützt zu werden. In der Tat braucht sie für ihre Aufenthalte in Ferrara nicht selbst aufzukommen, für die Anreisen dagegen schon.  - wk